Asche und Staub …
Und es wart so weit … die Heerscharen
marschierten auf …
Dämonen auf der einen Seite … finster
… verrucht und hinterhältig …
Schatten auf der anderen Seite … ehrenhaft
… treu und zuverlässig …
An ihrer Seite … Lichtgestalten –
Engelsgleich …
Sie reihten sich auf - Hunderte –
Tausende … auf beiden Seiten …
Finster verhöhnend grunzte der
Anführer der Dämonen den Schatten arrogante Beleidigungen zu …
Diese Antworteten mit stillem Schweigen
… wissend das diese Wesen keines Wortes würdig waren…
Das Schlachtfeld war von den Dämonen
gewählt …
Eine aufstrebende Stadt voller Licht
und Glanz …
Wie gerne hätten die Schatten die
Schlacht an andere Stelle gefochten um all den so schwer erarbeiteten Glanz und
Schönheit nicht zu gefährden …
… und auch die Lichtgestalten sollten
fern ab der Schlachtfelder leben …
… und die Grausamkeiten des Krieges
nie erblicken …
Doch wie gesagt: Die Wahl lag nicht
an Ihnen …
Das Schnaufen und Grunzen der Dämonen
wurde lauter …
Wütend schrieen sie auf … forderten
Dinge die Ihnen nie zustanden …
Die Schlacht war unausweichlich …
… und still löste sich der Anführer
der Schatten und trat hervor …
Groß – dunkel und schwarz …
Ein Schild aus Liebe …
Ein Schwert aus reinster Ehre …
Und eine Rüstung aus purer Treue …
Er blickte die Reihen seiner Feinde
ab … und fand kein Ziel das seiner Würdig war …
Dann blickte er zu seinen Mannen …
Alle stark und schwer gerüstet …
… und hinter ihnen das Licht der
Engelsgleichen …
Die Schlacht war unausweichlich …
… und die Hinterhältigkeiten seiner
Feinde war ihm wohl bekannt …
Zögern hieß zu lange zu warten …
Und so zog er mit schweren Herzen
sein Schwert …
Und wie ein Mann tat es Ihm sein
ganzes Gefolge nach …
Nur begleitet vom klappern der
Rüstungen und dem höhnischen Geschrei ihrer Feinde marschierten sie voran …
Beschleunigten auf das Heer der
Dämonen zu …
Diese feigen Kreaturen bildeten einen
Wall aus vergifteten Speeren und verrosteten Dolchen und Äxten … wie irre
Kichernd …
Die Schatten stürmten näher …
… Zweifel kamen auf einmal auf als
sie die verräterischen Augen des Dämonenführers erblickten …
„Das kann nicht sein!?“ … dachte der
Heerführer der Schatten …
… „Verrat?!“ …
Er wandte noch einmal seinen Blick
zurück zu den Lichtgestalten …
Hell erstrahlt standen sie da … auf
der Kuppe einer kleinen Hügelkette …
Gerüstet in weißem Licht … mit Pfeil
und Bogen …
Doch was nun geschah war für Ihn
unfassbar …
Pfeile aus Licht schossen voran und
erhellten den Himmel …
Doch schlugen sie nicht in den Reihen
der Dämonen ein …
… nein …
… sie trafen die Seinen …
Schreie vor Schmerz und Betrug
erfüllten die Luft …
Und Hass erfüllte die Herzen …
… und mit höhnischen Gekicher warfen
sich die Dämonen voran …
Die Schlacht die Folgte war blutig,
Grausaum und erbarmungslos …
… Vieles was erst vor kurzem in Glanz
erstrahlte wurde zerstört …
… die einst so helle Stadt – dem
Erdboden gleich gemacht …
Und nach all dem Tod und sterben
blieb nicht viel mehr zurück als Asche und Staub …
Als der Staub der Schlacht sich legte
wanden sich die Dämonen ab … wissend das sie nur durch Lüge und Verrat gesiegt
hatten …
Und auch die Lichtgestalten zogen
sich zurück … in ihre zerstörte Welt …
Doch in all der Zerstörung kniete …
gebeugt und geschlagen … der Heerführer der Schatten …
Sein Schwert war gebrochen …
Sein Schild gespalten …
Und seine Rüstung geborsten …
Er kniete in der Asche die einst doch
so viel Schönes war …
… Und dann erblickte er … einsam und
verlassen … die engelsgleiche Anführerin der Lichtgestalten ... hoch auf einen
der Letzten noch stehenden Türme …
Der Schatten erhob sich … ließ sein
Schwert sinken … sein Schild fallen … und warf seine einst so stolze Rüstung in
den Staub …
Ein aller letzter Blick … und dann
wand auch er sich ab …
… ließ alles hinter sich … geschlagen
und besiegt …
… mit nur einer Hand voll Staub und
Asche …
©Phönix 31.12.03
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