Sonntag, 26. August 2012

Asche und Staub


Asche und Staub …

Und es wart so weit … die Heerscharen marschierten auf …

Dämonen auf der einen Seite … finster … verrucht und hinterhältig …

Schatten auf der anderen Seite … ehrenhaft … treu und zuverlässig …


An ihrer Seite … Lichtgestalten – Engelsgleich …


Sie reihten sich auf - Hunderte – Tausende … auf beiden Seiten …


Finster verhöhnend grunzte der Anführer der Dämonen den Schatten arrogante Beleidigungen zu …

Diese Antworteten mit stillem Schweigen … wissend das diese Wesen keines Wortes würdig waren…


Das Schlachtfeld war von den Dämonen gewählt …


Eine aufstrebende Stadt voller Licht und Glanz …


Wie gerne hätten die Schatten die Schlacht an andere Stelle gefochten um all den so schwer erarbeiteten Glanz und Schönheit nicht zu gefährden …

… und auch die Lichtgestalten sollten fern ab der Schlachtfelder leben …

… und die Grausamkeiten des Krieges nie erblicken …


Doch wie gesagt: Die Wahl lag nicht an Ihnen …


Das Schnaufen und Grunzen der Dämonen wurde lauter …

Wütend schrieen sie auf … forderten Dinge die Ihnen nie zustanden …


Die Schlacht war unausweichlich …

… und still löste sich der Anführer der Schatten und trat hervor …


Groß – dunkel und schwarz …

 
Ein Schild aus Liebe …

Ein Schwert aus reinster Ehre …

Und eine Rüstung aus purer Treue …

 
Er blickte die Reihen seiner Feinde ab … und fand kein Ziel das seiner Würdig war …

 
Dann blickte er zu seinen Mannen …

Alle stark und schwer gerüstet …

… und hinter ihnen das Licht der Engelsgleichen …


Die Schlacht war unausweichlich …

… und die Hinterhältigkeiten seiner Feinde war ihm wohl bekannt …


Zögern hieß zu lange zu warten …


Und so zog er mit schweren Herzen sein Schwert …


Und wie ein Mann tat es Ihm sein ganzes Gefolge nach …


Nur begleitet vom klappern der Rüstungen und dem höhnischen Geschrei ihrer Feinde marschierten sie voran …


Beschleunigten auf das Heer der Dämonen zu …


Diese feigen Kreaturen bildeten einen Wall aus vergifteten Speeren und verrosteten Dolchen und Äxten … wie irre Kichernd …


Die Schatten stürmten näher …

… Zweifel kamen auf einmal auf als sie die verräterischen Augen des Dämonenführers erblickten …


„Das kann nicht sein!?“ … dachte der Heerführer der Schatten …

… „Verrat?!“ …



Er wandte noch einmal seinen Blick zurück zu den Lichtgestalten …


Hell erstrahlt standen sie da … auf der Kuppe einer kleinen Hügelkette …

Gerüstet in weißem Licht … mit Pfeil und Bogen …


Doch was nun geschah war für Ihn unfassbar …


Pfeile aus Licht schossen voran und erhellten den Himmel …


Doch schlugen sie nicht in den Reihen der Dämonen ein …
… nein …

… sie trafen die Seinen …


Schreie vor Schmerz und Betrug erfüllten die Luft …

Und Hass erfüllte die Herzen …


… und mit höhnischen Gekicher warfen sich die Dämonen voran …

 

Die Schlacht die Folgte war blutig, Grausaum und erbarmungslos …


… Vieles was erst vor kurzem in Glanz erstrahlte wurde zerstört …

… die einst so helle Stadt – dem Erdboden gleich gemacht …


Und nach all dem Tod und sterben blieb nicht viel mehr zurück als Asche und Staub …

 

Als der Staub der Schlacht sich legte wanden sich die Dämonen ab … wissend das sie nur durch Lüge und Verrat gesiegt hatten …

Und auch die Lichtgestalten zogen sich zurück … in ihre zerstörte Welt …

 

Doch in all der Zerstörung kniete … gebeugt und geschlagen … der Heerführer der Schatten …

Sein Schwert war gebrochen …

Sein Schild gespalten …

Und seine Rüstung geborsten …


Er kniete in der Asche die einst doch so viel Schönes war …
 

… Und dann erblickte er … einsam und verlassen … die engelsgleiche Anführerin der Lichtgestalten ... hoch auf einen der Letzten noch stehenden Türme …

 Sie blickte auf Ihn herab …
 

Der Schatten erhob sich … ließ sein Schwert sinken … sein Schild fallen … und warf seine einst so stolze Rüstung in den Staub …


Ein aller letzter Blick … und dann wand auch er sich ab …

… ließ alles hinter sich … geschlagen und besiegt …


… mit nur einer Hand voll Staub und Asche …


                                                                                              ©Phönix 31.12.03

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