Donnerstag, 30. August 2012

Wolfsträume III


Wolfsträume  III



… einsam stehst du an deinem Fenster …


…blickst hinaus in die kühle Nacht …


…wieder einmal wird es Winter …


… der Nebel hängt über den Hügeln …

… deine Gedanken wandern in die Ferne …


Ferne Orte … ferne Zeiten … einst … so weit weg …


… müde wendest du dich ab … schließt das Fenster …

…wendest dich deinem Bette zu …
 


Doch was war das? …

…ein Schatten der an deinem Fenster vorbeihuschte?


... es war wohl doch nur die Müdigkeit die dir einen Streich zu spielen versuchte …


Doch halt? …  scharren? … tapse? … …


Du gehst zurück zum Fenster … schaust in die Nacht … …


Der Mond ist über die Hügel geklettert …


… und da steht er … Grau wie einst …


Jener aus ferner Zeit … aus altem Traum…


Auf der Spitze des Hügels …

…umrandet vom Licht des Mondes…


Der Wolf von einst … der Graue aus (d)einem fernen Traum …


Und wieder hörst du die Stimme in deinem Kopf …


„Ein Gefängnis ist dein Sein geworden … gebaut aus dem Stahle deiner selbst …


… hast du verlernt zu laufen? …


 … Lauf … Lauf! …

…Lauf mit mir!


Oft schritt ich in Gedanken an deiner Seite …


Immer wart ich da – verborgen in deinem Schatten …

 … doch heute Nacht lauf mit mir …“


Du stehst da … hin und her gerissen … laufen wollen doch das ganze als Fantasy abtuend …


… der Graue schreitet langsam den Hügel hinab … hinab zu deinem Fenster …


… seine Schritte von Nebel umhüllt …

…seine Gestallt  sich verändert …


… er erreicht dein Fenster …

 doch statt des Wolfes steht ein Manne da …


Das Fenster schwingt lautlos auf … kühle Luft umspielt deinen Leib …

 

„Nimm meine Hand … … lauf mit mir …

Folge mir wie einst in die Nacht … Lauf … und sei es nur im Traume  … im Traume wie einst …“


Zitternd …

…ob vor Kälte oder Angst … wer weis das schon zu sagen … …ergreifst du seine Hand …


Ein lächeln huscht über sein Gesicht … dann zieht er dich hinaus … hinaus in die Nacht …


Die Kälte versucht dich zu durchkühlen … doch die Hitze die in deinem Herzen aufkeimt gibt ihr keine Chance …


Dein Körper verwandelt sich in dein Seelentier …


Nebel umspielt euch


Du erinnerst dich an einst …

…du läufst … Ihr läuft … doch diesmal ist es anders …
 

... diesmal durchfliegt ihr die Nacht nicht euch jagend und suchend … sondern Seite an Seite …


Und auch wenn die Nacht erlischt – und der Traum doch nur ein Traume war … so ist doch eines gewiss:

Du bist nie allein!
 
                                                                        ©Phönix 09.11.06

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen