Der alte Mann
„Seltsam“ … dachte er … „… hab ich doch seit jeher
die Gabe besessen zu sehen was in Menschen vorgeht … … wieso wurde es mir
dieses mal verwehrt?“
Seufzend stutzte sich der
alte Mann über seine Pergamente und Schriften …
Der Klang ferner Gesänge
erfüllten seinen Geist …
„Wieso dieses eine mal? … Wieso wird mir dann die Gunst verwehrt
wenn ich sie so sehr brauchte ...?“
Schweigend schaute er in die
kristallene Kugel die vor ihm ruhte …
Die Bilder zogen an ihm
vorbei … wie viel Zeit seither vergangen war wusste er nicht mehr …
Waren es Tage oder gar
Jahre? … er hatte es vergessen …
Doch niemals würde er Ihre
liebliche Stimme vergessen …
Ihre sanften Augen in jenen
kurzen Augenblicken in denen sie ihn erfassten …
.. und Ihr lachen … welches
sich tief in sein Herz brannte …
Ach währe er an jenem Tage
doch er selbst gewesen …
Hätte er doch nur die Worte
gefunden die er doch sonst immer hatte …
… hätte er doch nur getan
was er sich so sehr wünschte … es aber einfach nicht wagte aus fürcht sie
könnte es nicht erwidern …
Verloren … die Chance
gesehen und aus zweifelhafter Furcht verstreichen lassen …
Wieso? … währe Sie es nicht
wert gewesen es einfach zu riskieren? … zu hoffen das dies so sein könnte wie
er es fühlte … und nicht wie er es sah …
Verloren wart sie so oder so
…
Langsam schritt er zum
Fenster und blickte in die kalte Nacht …
Kein Stern wart zu sehen …
Und selbst der ferne Gesang
schien langsam zu verstummen …
… denn die Engel waren
weiter gezogen …
… mit seinen Gedanken … doch
ohne Ihn …
Manch seltsame Wege gehen
unsere Gedanken …
Mögen unsere Träume Ihnen
folgen können …
©Phönix 13.02.04
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