Unruhe …
Kreischende kleine
Dämonen schwirrten um ihn herum …
Zupften an seinem Mantel …
kicherten wie wahnsinnig …
Er scheuchte sie mit
einer Handbewegung weg … konnte sie heute nicht ertragen …
… plagte ihn doch sein eigenes Inneres …
Doch sie ließen nicht ab
…
Mit einem lauten
„arrrg!!!“ schlug er um sich … die Dämonen flüchteten angsterfüllt
…
„Seltsam“ dachten sie …
war er doch sonst bereit sie zu ertragen …
Er senkte wieder seinen Blick
zu den alten Pergamenten die vor ihm lagen …
„Nichts … nirgends … gar
nichts!“ … grummelte er vor sich hin …
… und mit einer Handbewegung
fegte er sie von dem Tisch …
„Wie kann dies sein? …
all das Wissen und keine Antworten auf meine Fragen!?“
Enttäuscht nahm er seinen
Stab der neben Ihm ruhte und schritt die Treppen hinauf …
… „Vielleicht wissen es
die Sterne ja …“ murmelte er vor sich hin …
Stufe für Stufe erklomm
er seinen Turm …
Wieder hatte er dieses
Gefühl das ihn seit Tagen schon verschlang …
Diese Dinge die in seinem
Inneren wüten und ihm keine Ruhe gönnten …
… er versuchte sie zu
vertreiben …
… dann sie zu verstehen …
… dann sie zu vergleichen
… doch er kam zu keinem Ergebnis …
Denn es konnte nicht sein
… es durfte nicht …
Mit diesen Gedanken nahm
er die letzten Stufen seiner Treppe … öffnete die Tür und betrat die
weitläufige Ebene die seinen Turm krönte …
Sehnsüchtig blickte er in
den Himmel …
Wolken … überall …
Sanft hob er seinen Starb
und wischte sie aus seinem Blickfeld …
Die Wolken gehorchten und
gaben die Sterne frei …
Vorsichtig lugten zwei
drei der Dämonen hinter der Tür hervor die noch immer offen stand …
Beobachteten jenen grauen
alten Mann der da stand und in den Himmel starrte …
Die Zeit verrann … immer
mehr Dämonen kamen leise kichernd wieder aus ihren Löschern gekrochen …
Blickten … betrachteten …
warteten auf das was nun geschah …
.. doch vergebens … denn
nichts geschah …
Nach langer Zeit senkte
der alte Mann seinen Blick … lies sich in jenen Thron fallen der im Zentrum
stand …
Kichernd näherten die
kleinen Quälgeister sich wieder dem alten Mann ... schwirrten um ihn herum …
zupften an seinen Haaren … flüsterten ihm böse Dinge in seine Ohren …
Geheimnisse die sonst
keiner verstand…
Kichernd – Kreischend
umtanzten sie ihn …
Einer landete auf seiner
Hand …
Lange blickte der Alte
ihn an … während dieser mit einem kleinen Speer seine Hand malträtierte …
Sanft hob er seine andere
Hand … strich vorsichtig über das Haupt des Dämons …
Fast väterlich sah es aus
…
Dann änderte sich sein
Blick – verkrampfte sich zu einer Maske …
Sein inneres Tobte wieder
… wollte nicht ruhen ... wollte nicht antworten …
Die Unwissenheit zerriss
ihn fast … krampfhaft schloss sich seine Hand …
Der kleine Dämon
kreischte auf … wurde er doch fast zerquetscht …
Plötzlich bäumte sich der
Alte auf ... riss seine Hände gen Himmel und schrie all seine Zweifel den Sternen
entgegen …
Diese verschwanden wie in
furcht wieder hinter den Wolken ... verbargen ihr Licht aufs neue
...
Feuer und Schatten
loderten um ihn herum auf … umringten ihn ... verschlangen ihn …
„Zeig dich endlich –
Geist der mich so quält … Offenbare dich – damit ich es endlich verstehen kann!!!“
– doch nur Stille folgte -
Dann viel der Alte wieder
zurück in seinen Thron …
Merkte das winseln und
flehen …
Öffnete sanft seine Hand
…
Der Dämon erschrocken und
verstört, endlich wieder Freiheit fühlend … versuchte sich aufzurichten …
„Verzeih“ sprach der Alte
… und schubste ihn mit seinem Finger an …
Mit einem leisen knurren
und einer frechen Geste mit seiner Zunge verschwand der Dämon wieder in dunkler
Nacht …
Zurück blieb der alte
Mann … noch immer nicht wissend was da in ihm tobte …
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen